Lebhafte Diskussion über die Finanzlage
In der ersten Veranstaltung der Reihe der Politikwerkstätten diskutierten Sozialdemokraten und Bürgerschaft über das Thema der Kommunalfinanzen. "Ziel der Diskussionen soll es sein unser Parteiprogramm Familienfreundliches Grevenbroich zu überarbeiten und zu aktualisieren", so SPD-Chef Daniel Rinkert.
Gäste der Podiumsdiskussion waren die Stadtkämmerin Monika Stirken-Hohmann und der Kommunalpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Marc Herter. Herter erläuterte, dass es mit den derzeitigen Maßnahmen der Rot-Grünen Landesregierung darum ginge, die weitere Steigerung der Schulden von Städten und Gemeinden einzudämmen. Langfristig sei jedoch das Ziel, die Kommunen mit der Hilfe des Bundes die jährlichen Finanzierungskosten von 2,4 MRD Euro zu ersetzen.
Um das Ziel zu erreichen geht man derzeit in einem Dreiklang vor. Erstens den Kommunen bei der Schuldentilgung mehr Zeit einzuräumen. Zweitens den Städten kurzfristig mehr Investitionen zu gestatten, um präventive Aktionen, wie die Jugendarbeit zu fördern, um explodierende Sozialkosten zu verringern. Und drittens muss der Bund die Sozialkosten übernehmen.
Stirken-Hohmann begrüßte grundsätzlich die geplanten Vorstellungen der Landesregierung. Jedoch ist ihr wichtig, dass Städte und Gemeinden auch wirklich ein nachhaltiges Sanierungskonzept erarbeiten müssen, um dann die kurzfristigen Investitionen und somit die Schuldenerhöhung nicht schamlos ausnutzen.
Das Plenum begrüßten die Vorgehensweise von Rot-Grün den Kommunen Ausgaben in Jugendarbeit wieder zu gestatten und mehr Geld für den GFG (Gemeindefinanzausgleich) zur Verfügung zu stellen. Der ehemalige Stadtdirektor Heiner Küpper forderte zu überprüfen, welche Aufgaben eine Stadt in der heutigen Zeit noch leisten muss.
Marc Herter versprach sich weiterhin für die kommunale Familie einzusetzen , jedoch wies er daraufhin, dass man dafür Zeit brauche.SPD-Vorsitzender Rinkert zeigte sich begeistert von der Diskussion, die trotz des sperrigen Thema der Kommunalfinanzen sehr lebhaft war.